Feldartillerie-Übungsplatz Sebourg

Dieses Übungslager wurde Mitte Dezember 1916 im Etappengebiet der 1. Armee eingerichtet. Es befand sich nicht nur auf das Gebiet der Gemeinde SEBOURG, sondern erstreckte sich auch über mehrere weitere Gemeinden.

Feldartillerie-Übungsplatz Sebourg
Feldartillerie-Übungsplatz Sebourg

Die Leitung dieses Übungslagers oblag dem Kommando der 28. Reserve-Feldartillerie-Brigade, die nach 1917 als 124. Artillerie-Kommandeur (Arko 124) bezeichnet wurde.

Die Kommandantur des Lagers befand sich in SEBOURG, jedoch war das Lager in sechs Unterkunftssektoren unterteilt, von denen jeder einer örtlichen Kommandantur (Ortskommandantur) unterstand:

Bezirk I: ELOUGES

Bezirk II: MONTIGNIES

Bezirk III: BELLIGNIES

Bezirk IV: SAINT-WAAST

Bezirk V: SEBOURG

Bezirk VI: WARGNIES-LE-GRAND

Dienstpost versendet durch die Kommandantur Sebourg über die Feldpoststation 325.
Dienstpost versendet durch die Kommandantur Sebourg über die Feldpoststation 325.

Dienstpost wurde durch die Kommandantur SEBOURG über die Feldpoststation 325 versendet.

Das Lager wurde von der Feldpoststation in SEBOURG betreut. Die Post traf im Lager um 09:00 Uhr und 14:30 Uhr ein und wurde um 09:50 Uhr und 17:10 Uhr versendet.

Postkarte, geschrieben von einem Artilleristen des Feldartillerie-Regiments  Nr. 24
Postkarte, geschrieben von einem Artilleristen des Feldartillerie-Regiments  Nr. 24

Postkarte, geschrieben von einem Artilleristen des Feldartillerie-Regiments Nr. 24 und versendet über die Feldpoststation 325.

Es gab drei Schießplätze:

Westlich der Linie BRY-ETH-SEBOURG-ROMBIES

Östlich dieser Linie

In Richtung MARCHIPONT und VALENCIENNES

Die Schießübungen fanden täglich zwischen 10:00 Uhr und 17:00 Uhr statt.

Dem Lager war ein fest stationiertes Artillerie-Bataillon zugeteilt. Es war mit zwei Batterien Feldkanonen und einer Haubitzen-Batterie ausgestattet und verantwortlich für die Ausbildung der Rekruten.

Die auszubildenden Einheiten hatten ihr eigenes Material mitzubringen.

24. Dezember 1917, Postkarte eines Rekruten, der der 3. Batterie der Artillerie-Gruppe zugeteilt war
24. Dezember 1917, Postkarte eines Rekruten, der der 3. Batterie der Artillerie-Gruppe zugeteilt war

24. Dezember 1917, Postkarte eines Rekruten, der der 3. Batterie der Artillerie-Gruppe des Übungslagers (Feldartillerie-Abteilung 1001) angehörte.

Der Tagesstempel stammt von der Feldpoststation 325.

Wartung der Artilleriegeschütze wurde von der bayerischen Werkstatt für Belagerungsartillerie Nr. 3
Wartung der Artilleriegeschütze wurde von der bayerischen Werkstatt für Belagerungsartillerie Nr. 3

Die Wartung der Artilleriegeschütze wurde von der bayerischen Werkstatt für Belagerungsartillerie Nr.3 (Bay. Werkstätte der Belagerungs-Artillerie Nr. 3) durchgeführt, die sich in der Fabrik Escaut et Meuse in ANZIN befand.

Bay. Werkstätte der Belagerungs-Artillerie Nr. 3
Bay. Werkstätte der Belagerungs-Artillerie Nr. 3
Bay. Werkstätte der Belagerungs-Artillerie Nr. 3
Bay. Werkstätte der Belagerungs-Artillerie Nr. 3

Quellen:

Übungsplatz für Feldartillerie. Etappeninspektion 1, 14 Dezember 1916. Bayerisches Hauptstaatsarchiv: Abt. Kriegsarchiv, Etappenformationen WK117_3

Vorschrift über die Verwaltung des Feldartillerie-Übungsplatzes Sebourg, 15 Februar 1917. Bayerisches Hauptstaatsarchiv: Abt. Kriegsarchiv, Etappenformationen WK117_2

Fernsprech-Ausbildungskommando Feldartillerie-Übungsplatz Sebourg
Fernsprech-Ausbildungskommando Feldartillerie-Übungsplatz Sebourg

19. August 1917, Brief eines Mitglieds des Fernsprech-Ausbildungskommandos des Feldartillerie-Übungsplatzes SEBOURG.